Fantasie und Farewell
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FANTASIE UND FAREWELL
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Chormusik aus England über Abschied und Zugehörigkeit
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Fr, 29. Mai 2026, 20 Uhr
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| Pierre Boulez Saal | | | |
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Am 29. Mai 2026 um 20 Uhr durchquert der RIAS Kammerchor Berlin im Pierre Boulez Saal gemeinsam mit dem Ensemble Resonanz aus Hamburg die englische Musikgeschichte, von der Renaissance bis zur Uraufführung Threadlands der Britin Joanna Marsh. Leitthema sind dabei Fragen von Identität, Zugehörigkeit und Abschied. Die musikalische Leitung des 5. Abonnementkonzerts dieser Saison hat RIAS-Kammerchor-Chefdirigent Justin Doyle.
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Joanna Marshs Threadlands für zwei Chöre und Streicher, eine Auftragskomposition des RIAS Kammerchor Berlin, greift aktuelle Themen auf. Die zeitweilig in Dubai lebende Komponistin ließ sich zu ihrem Werk inspirieren durch Fragen von Land, Identität und Zugehörigkeit und der Bandbreite kultureller Perspektiven, wie sie im Nahen Osten allgegenwärtig sind. Das Libretto schrieb sie gemeinsam mit dem Dichter Mark Fiddes. „In Threadlands wollen wir verdeutlichen, dass wir Menschen die Erde nur durchqueren, anstatt sie zu besitzen. Wir sind ihre Hüter, nicht ihre Eigentümer“, bringt sie die Idee des Stückes auf den Punkt. Ihre musikalische Sprache beschreibt Marsh so: „Mich faszinieren Mittel wie Polyphonie, eine klare Linienführung, Transparenz und ein gutes Wort-Ton-Verhältnis, aber auch eine erweiterte Harmonik Richtung Jazz und Neue Musik.“ Geprägt habe sie die britische Chortradition mit Vorbildern wie William Byrd, Thomas Weelkes und Thomas Tallis.
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Der britischen Tradition widmet sich der erste Teil des Programms: Auf der Suche nach einem genuin britischen Nationalstil bezogen sich Komponist*innen um 1900 auf die Epoche der Renaissance. So griff Ralph Vaughan Williams, wichtiger Vertreter der English Musical Renaissance, in seiner populären Fantasia on a Theme by Thomas Tallis für zwei Streichorchester Thomas Tallis’ kanonische A-cappella-Psalmvertonung Why Fum’th in Sight von 1567 auf. Edward Elgar, international bedeutendster Komponist Englands seit Henry Purcell, zitierte in seiner Introduction and Allegro op. 47 für Streicher eine traditionelle walisische Melodie. Wie ein barockes Concerto grosso ist das Stück mal solistisch, mal kammermusikalisch angelegt und sprüht vor musikalischen Späßen.
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Ernst wird es mit den Songs of Farewell von Charles Hubert H. Parry, über 20 Jahre lang Direktor des Royal College of Music in London und einer der führenden englischen Chorkomponisten. Vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs und seines zunehmenden Alters entstand der Zyklus von sechs A-cappella-Motetten, die um Tod und Sterblichkeit, Erlösung und die Sehnsucht nach Frieden kreisen. Hier schließt sich der Kreis zu Joanna Marshs Threadlands.
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| Das Programm wird am 30. Mai noch einmal im Großen Saal der Elbphilharmonie in Hamburg erklingen. | | | |
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Das Konzert ist ausverkauft.
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Restkarten sind gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt verfügbar.
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Pressekarten
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Für Pressekarten wenden Sie sich bitte an presse@rias-kammerchor.de.
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Deutschlandfunk Kultur zeichnet das Konzert auf und und sendet es am 11. Juni. Im Anschluss ist es 30 Tage im Web und in der Deutschlandfunk App verfügbar.
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Freitag, 29. Mai 2026, 20 Uhr
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Pierre Boulez Saal
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Ralph Vaughan Williams (1872–1958)
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Fantasia on a Theme by Thomas Tallis
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für zwei Streichorchester
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Charles Hubert H. Parry (1848–1918)
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Songs of Farewell, daraus:
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1. My soul, there is a country
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2. I know my soul hath power to know all things
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3. Never weather-beaten sail
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6. Lord, let me know mine end
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Edward Elgar (1857–1934)
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Introduction and Allegro für Streicher op. 47
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Joanna Marsh (*1970)
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Threadlands
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(Uraufführung)
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RIAS Kammerchor Berlin
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Ensemble Resonanz
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Justin Doyle
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Dirigent
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